Konzeption

Unsere Kindertagesstätte ist ein Teil der evangelischen Kirchengemeinde Naurod. Daher ist uns die religiöse Dimension des Lebens auch schon im Leben der Kinder sehr wichtig. Jedes Kind soll spüren, dass es auf der Welt willkommen ist. Wir bemühen uns, in der Gemeinschaft des Kindergartens eine Atmosphäre der Geborgenheit und des Angenommenseins zu vermitteln, gemäß Jesu Weisung: "Lasst die Kinder zu mir kommen, denn ihnen ist das Reich Gottes." (Mk. 10, 14)

Aber selbstverständlich ist die Arbeit nicht konfessionell ausgerichtet oder nach Religionszugehörigkeit begrenzt. Toleranz ist uns ein hohes Gut und eine Forderung der biblischen Verkündigung.

Die ganzheitliche Bildung und Erziehung steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Darum bildet die Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenz der Kinder einen Schwerpunkt unseres Erziehungskonzepts. Dass die Kinder ein gesundes Selbstwertgefühl entwicklen und sich selbst mit ihren Stärken, aber auch mit ihren Schwächen annehmen können, ist uns wichtig. Auf dieser Grundlage können die Kinder dann Respekt vor anderen Menschen, Ehrfurcht vor dem Leben, Toleranz und Nächstenliebe entwickeln.

Jedes Kind ist einer festen, altersgemischten Gruppe zugeordnet, der Igel-, der Drachen oder der Eichhörnchen-Gruppe. Die Gruppe bietet einen Schutz- und Orientierungsrahmen. Von hier aus aber kann jedes Kind auch in Kontakt mit Kindern anderer Gruppen treten und so seinen Erfahrungshorizont erweitern (sog. teiloffene Arbeitsweise). Darüber hinaus können sich die Kinder nach Absprache mit der zuständigen Erzieherin im Bewegungsraum, in der Leseebene, in der Ebene für Sinneswahrnehmungen und im weitläufigen Außengelände aufhalten.

Im einzelnen verstehen wir unter der ganzheitlichen Erziehung die Förderung der verschiedenen Gaben und Talente der Kinder. Dazu zählen:

  • die soziale Kompetenz (soziale Werte vorleben; Umgang mit Regeln und Grenzsetzungen einüben; Integration behinderter Kinder; Unterstützung bei der Suche nach Konfliktlösungsmodellen; Anleitung zum gemeinsamen Spielen; Rollenspiele; Hilfsbereitschaft; Fähigkeit zum Zuhören, Trösten und Teilen; gemeinsame Mahlzeiten)
  • die Förderung des Selbstbewusstseins (Neues ausprobieren; Motivieren; Hilfe nur da geben, wo sie nötig ist; Lob als positive Verstärkung; Übertragung von Verantwortung; ein positives und realitätsnahes Selbstbild vermitteln)
  • die Bereitstellung von Bewegungsräumen (separater Bewegungsraum für angeleitete Bewegungsförderung; Außengelände mit vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten)
  • die sprachliche Kompetenz (morgendlicher Stuhlkreis; Lesepatin zur Lese- und Sprachförderung; Bilderbuchbetrachtung; Gedichte und Reime; Sing- und Sprechspiele; 'Zauberkiste' zur Sprachstands- beobachtung)
  • die Entwicklung der musisch-kreativen Begabungen (Singen; musikalische Begleitung der Lieder; Bewegung zu Musik; Tanz, Einsatz von 'Körperinstrumenten'; Rollenspiele)
  • die Förderung der Konzentrationsfähigkeit (Tagesrhythmus; Arbeitsaufträge; Arbeitsblätter; Mandalas; Konzentrationsspiele)
  • die Förderung der Sinneswahrnehmungen (sehen, hören, riechen, tasten)
  • die religiöse Dimension (biblische Geschichten; gemeinsames Beten; Besuche der Kirche; Kontakt mit der Pfarrerin).